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Die Kirchenfenster von St. Kunigundis

Sie finden hier die Bilder der Glasfenster in unserer Kirche St. Kunigundis. Oft geht man an Ihnen vorbei, ohne Sie näher in Augenschein zu nehmen und doch sind diese so kunstvoll gestaltet.
Wir möchten Sie an dieser Stelle zeigen und durch Texte weitere Informationen geben.


 

DON SAVIO

Der heilige Dominikus Savio auch Domenico Savio
wurde am 2. April 1842 als zweites von zehn Kindern einer armen Schmiedfamilie in Riva bei Chieri in Norditalien geboren und ist am 9. März 1857 in Mondonio d´Asti im Alter von nur 14 Jahren an Lungentuberkulose gestorben. Schon als Kind wird er seinem Vornamen ("der dem Herrn Gehörende") gerecht. Bereits zur Erstkommunion mit sieben Jahren hatte er sich als Lebensmotto gewählt: Den Tod, aber nicht die Sünde. Als Zwölfjähriger begegnet er am 2. Oktober 1954 Don Bosco in Becchi und kommt am 29. Oktober 1954 mit dem Wunsch, Priester zu werden, ins Oratorium nach Valdocco in Turin. Er bittet Don Bosco: "Helfen Sie mir, heilig zu werden!". Ein andermal sagte er zu ihm: "Ich bin der Stoff, und Sie sind der Schneider. Nun gut, nehmen Sie mich mit und machen Sie aus mir ein schönes Gewand für den Herrn!". Schnell wird er Don Boscos "Lieblingsschüler", weil er sich als charismatisch begabter und engagierter Helfer bewährte. Er gründet 1856 unter den Mitschülern mit Unterstützung Don Boscos ein Bündnis zur gegenseitigen Unterstützung im Berufungs- und Glaubensweg ("Compagnia dell´Immacolata"), förderte dabei nicht zuletzt durch sein Vorbild den regelmäßigen Empfang des Beichtsakraments und der Eucharistie, eine lebendige Marienverehrung und das Apostolat unter den Jugendlichen. Er wird immer wieder zum Friedensstifter unter den Jugendlichen. Seit dem Winter 1856/57 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand und starb in Mondonio, begleitet von seiner Familie. Bereits zwei Jahre nach seinem Tod verfaßte Don Bosco selbst die Biographie seines Schützlings (Vita del giovanetto Savio Domenico, allievo dell'Oratorio di S. Francesco di Sales. Torino 1859; deutsch durch Siegfried Hornauer: Dominikus Savio, Schüler im Oratorium des hl. Franz von Sales in Turin. Fährmann Verlag, 1956).
Alle die ihn gekannt hatten, erklärten ihn für einen heiligmäßigen jungen Menschen. Sein Ruf hielt auch dem Seligsprechungsprozeß stand, so dass er am 3. Mai 1950 selig- und am 12. Juni 1954 heiliggesprochen wurde. Seine Reliquien ruhen in der Maria-Hilf-Basilika zu Valdocco in Turin. Seit der Seligsprechung bilden sich in vielen Ländern Gruppen der sogenannten "Freunde von Dominikus Savio".

 

St. Michael - 29.September

Der Heilige Erzengel Michael (hebräisch: Wer ist wie Gott?) ist ein Erzengel.Patronat: Katholische Kirche; Arme Seelen, Sterbende; Deutschland,Israel; Apotheker, Kaufleute, Polizei (Schweiz), Bankangestellte, Radiomechaniker; für einen guten Tod.Gedenktag: 29. September.Michael begegnet uns vor allem in der Offenbarung, wo er den Drachen besiegt. Auch im Brief des Judas Thaddäus wird er als Kämpfer gegen den Satan erwähnt: "Als der Erzengel Michael gegen den Teufel rechtete und über den Leichnam des Mose stritt, wagte er nicht den Teufel zu lästern und zu verurteilen, sondern sagte: Der Herr weise dich in die Schranken. (Jud 1,9).Die Wallfahrtsstätte des hl. Michael befindet sich in Italien am Berge Monte Sant'Angelo. Dort ist er im Mittelalter erschienen.Michael hat bei der Engel-Prüfung verdient Führer der Himmlischen Heerscharen zu werden (vgl. Rituale Romanum Pauli V- Ordo commendationis animae). Off 12,7f : Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften, aber sie konnten sich nicht halten, und sie verloren ihren Platz im Himmel.

 

St. LIOBA - 28.September

Die hl. Lioba (* um 710 in Wessex/England; † 23. (bzw. 28.) September 780 in Schornsheim bei Mainz) war Äbtissin von Tauberbischofsheim.Biografie:Lioba war das einzige Kind einer reichen angelsächsischen Familie und mit dem hl. Bonifatius verwandt. Dieser rief die gelehrte Nonne aus dem Kloster Wimborne, da er Hilfe bei der Missionarisierung Deutschlands brauchte.Er übergab Lioba 735 die Leitung des Klosters Tauberbischofsheim, wohin schon bald viele junge Mädchen kamen, da die Äbtissin für ihre Frömmigkeit, Sanftmut und Klugheit bekannt war. Lioba, eine hervorragende Erzieherin, gründete noch weitere Klöster, beeinflusste jedoch nicht nur das geistliche Leben, sondern auch das am Königshof. So pflegte sie eine enge Freundschaft mit der Gattin Karl des Großen. Sie starb am 28. September 782 nach einem Besuch bei ihrer Freundin. Gedenktag: 28. September

 

Maria Mazzarello - 13. Mai

Heilige Maria MazzarelloDie heilige Maria Dominica Mazzarello ist die Mitbegründerin der Don-Bosco-Schwestern.Geboren am 9. Mai 1837 in Mornese, in der Nähe von Genua, wuchs Maria Mazzarello als Älteste von zehn Geschwistern in einer tief christlichen Familie auf. In ihrer Pfarrgemeinde trat sie den "Töchter der Immaculata" bei. Ziel der religiösen Vereinigung war es, Familien in Notsituationen zu helfen. Beim Einsatz während einer Typhus-Epidemie im Jahre 1860 erkrankte Maria schwer. Durch die Folgen der Krankheit, körperlich beeinträchtigt, erlernte sie gemeinsam mit ihrer Freundin Petronilla den Beruf der Schneiderin. Zusammen gründeten sie eine kleine Nähschule im Dorf, wo sie sich um junge Mädchen kümmerten. Den Mädchen eine wirtschaftliche und religiöse Grundlage geben, gehörte zu ihren großen Anliegen. 1864 lernte Maria Don Bosco kennen. Sie war von der Arbeit und den Idealen Don Boscos begeistert. Beide merkten eine große Übereinstimmung in ihrem Einsatz für junge Menschen. Don Bosco verfasste dann auch die Lebensregeln für die zukünftige Ordensgemeinschaft, die aus einem Teil der "Töchter der Immaculata" hervorging. 1872 kam es zur Gründung der Töchter Mariä Hilfe der Christen" (Don Bosco Schwestern). Zwei Jahre später wurde Maria Mazzarello offiziell zur Oberin der Gemeinschaft ernannt, der sie von Anfang an schon vorstand. Im Jahr 1877 erfolgt bereits die erste Missionsaussendung der Don Bosco Schwestern nach Südamerika. Sie starb erst 44-jährig am 14. Mai 1881 in Nizza Monferrato und wurde am 24. Juni 1951 heilig gesprochen.Ihr Gedenktag ist am 13. Mai.

 

Hl. Mutter Anna - 26. Juli

Die Hl. Mutter Anna ist die Mutter von Maria(also die Großmutter von Jesus).Sie wird dargestellt mit ihrem Kind, der Tochter Maria (also der Mutter des Herrn). Wir kennen Anna und ihren Mann Joachim nicht aus der Bibel, ihre Namen sind aber schon im 2. Jhdt bekannt. Denn es ist klar, auch die Mutter von Jesus muss Eltern gehabt haben, und es waren sicher begnadete Eltern, dass sie ein solches Kind zur Welt bringen durften.Anna ist das Sinnbild der guten Mutter, das Ideal für alle Mütter, die ihr Kind lieben.Die heilige Mutter Anna ist somit Patronin aller Mütter!Sie ist Mutter der Mütter, der Kranken, der Schwestern, der Kinder und Waisen. Überall wird Anna als Mutter verehrt.Ihr Namenstag ist der 26. Juli

 

St. Agnes - 21. Januar

Agnes - Märtyrerin geboren: 3. Jh. in Rom, Italien
gestorben: 304 (?) in Rom Patronin für Keuschheit, der Jungfrauen, der Gärtner und der Kinder An der Villa Nomentana, einer der breiten, vielbefahrenen Ausfallstrasse, die unweit vom römischen Hauptbahnhof Stazione Termini beginnt und in Richtung Nordwesten aus der Millionen-Stadt hinausführt, steht an einer Straßenkreuzung die Kirche S. Agnese fuori le mura, errichtet über dem Grab der Märtyrerin Agnes. Das Gotteshaus wurde im 4. Jh. von Constanze, der Tochter Kaiser Konstantins, gestiftet. Biographie:Die Lebensgeschichte der Agnes gilt als eine der ältesten unter den Heiligenerzählungen. Sogar Ambrosius und Damasus berufen sich auf mündliche Überlieferungen. Demnach war Agnes die Tochter reicher Eltern in Rom. Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Schönheit erhielt sie bereits im Alter von zwölf Jahren einen Heiratsantrag vom Sohn des Stadtpräfekten Sempronius. Mit dem Hinweis, sie sei schon mit einem anderen verlobt, wies sie den Antrag sowie alle folgenden zurück. Als der eifersüchtige Jüngling den Namen des Bräutigams erfahren wollte, geriet Agnes in Verzückung und erzählte von Jesus Christus. Nach dem erfolglosen Werben seines Sohnes schaltete sich Sempronius selbst ein, erhielt von Agnes jedoch ebenfalls eine Absage. Wutentbrannt, so erzählt es die Überlieferung, ließ der Stadtpräfekt das Mädchen daraufhin in ein Bordell bringen. Als sein liebeskranker Sohn Agnes dort schänden wollte, fiel er plötzlich tot zu Boden. Die Legende berichtet, dass Agnes ihn durch ihr Gebet wieder zum Leben erweckte. Danach übergab Sempronius die junge Christin dem Richter, der sie im Domitian-Stadion, der heutigen Piazza Navona in Rom, auf dem Scheiterhaufen verbrennen lassen wollte. Doch es geschah ein Wunder: Die Flammen loderten um den Körper von Agnes, verbrannten sie jedoch nicht. Da befahl der Richter einem Soldaten, dem Mädchen ein Schwert in den Hals zu stoßen. Das Jahr des Todes von Agnes war wahrscheinlich 304. Beigesetzt wurde sie auf einem römischen Friedhof an der Via Nomentana, wo heute S. Agnese fuori le mura steht. Auch an der Piazza Navona steht eine Kirche, die der Heiligen geweiht ist: Sant'Agnese al Circo Agonale. Verehrung / Brauchtum: Schon immer kam dem Agnes-Tag im Volksglauben große Bedeutung zu.Am 21. Januar werden in der Grabkirche der Märtyrerin zwei Lämmer gesegnet, aus deren Wolle man die Pallien für die Erzbischöfe anfertigt. Die Verehrung für Agnes wird bereits ab dem Jahr 354 am 21. Januar erwähnt. Darstellung: Abgebildet wird Agnes fast immer mit einem Lamm, was wohl auf die Ähnlichkeit ihres Namens mit der lateinischen Bezeichnung für Lamm, Agnus, zurückzuführen ist. Oft sieht man sie mit besonders langem Haar, das ihren Körper verhüllt (sie soll ja ihrer Kleider beraubt worden sein). Auch auf dem Scheiterhaufen liegend wird sie dargestellt. Agnes gehört zu den am meisten abgebildeten Heiligen überhaupt.

Gedenktag: 21. Januar

 

St. Alfons - 1. August

Alfons Maria di LiguoriOrdensgründer, Bischof, Kirchenlehrer Geboren 27. September 1696 In Neapel, ItalienErwarb 16jährig den Doktortitel in den Rechtswissenschaften und arbeitete einige Zeit als Rechtsanwalt. Gab aus Enttäuschung über einen verlorenen Prozeß seine Kanzlei auf und empfing 30jährig die Priesterweihe.Widmete sich in den folgenden Jahren der Missionierung der Landbevölkerung rund um Neapel. Gründete dann 1731 die Kongregation der Redemptoristinnen und 1732 die der Redemptoristen (Liguorianer). Ziel der Genossenschaft sollte es sein, Leben und Tugenden Christi möglichst vollkommen nachzuahmen, sowohl zum eigenen Nutzen als auch zum Heil des Volkes. Zog als Missionar, Beichtvater und Prediger durch ganz Italien. 1762 Ernennung zum Bischof von S'Agata dei Goti (nördlich von Neapel). Verfaßte seine berühmte "Theologia moralis" (Moraltheologie), die vor seinem Tod achtmal und nach seinem Tod noch 70 Mal aufgelegt wurde. Seine Schrift "Homo Apostolicus" für Beichtväter erreichte 118 Auflagen.Gestorben 1. August 1787 in Nocera dei Pagani bei Neapel (im Mutterhaus des Ordens); dort in der Redemptoristenkirche beigesetzt.1816 Seligsprechung, 29.Mai 1839 Heiligsprechung.23. März 1887 Ernennung zum Kirchenlehrer

Gedenktag: 1. August

 

St. Aloysius - 21. Juni

Aloisius (auch: Aloysius) von Gonzaga(* 9. März 1568 in Castiglione delle Stiviere (bei Mantua, Norditalien); † 21. Juni 1591 in Rom) (eigentlich Luigi Gonzaga) war Jesuit und gehört zu den in jungen Jahren gestorbenen Heiligen.Aloisius wurde im Jahr 1726 heilig gesprochen.Biographie:Luigi war Erstgeborener und damit erbberechtigter Sohn des Ferdinand Gonzaga, Markgraf von Castiglione, aus einer Nebenlinie der Familie Gonzaga. Er fiel schon als Kind durch seine intensive, von der Mutter beeinflusste Frömmigkeit auf. Mit zehn Jahren wurde er am Hofe der Medici in Brescia als Page verwendet. Anschließend war er am Hofe von König Philipp II. von Spanien tätig.Starken Eindruck scheint der verwandte Kardinal von Mailand, Karl Borromäus, auf den jungen Mann gemacht zu haben. Karl Borromäus war es schließlich auch, der den 12-jährigen Luigi auf die 1. hl. Kommunion vorbereitete und sie ihm spendete. Im Jahre 1585 verzichtete Luigi zugunsten seines Bruders Rudolf auf das väterliche Erbe, die Markgrafschaft Castiglione.Nach der Einwilligung seines Vaters, auf die er geduldig und mühsam warten musste, trat er in Rom in den neu gegründeten Orden der Jesuiten ein. Dort betrieb er theologische Studien. Die Pflege Kranker lag ihm am Herzen. Er setzte sich dafür ein, dass auch Armen ein würdiges Begräbnis zuteil wurde.Seine intensive Sorge um Kranke führte ungewollt zu seinem frühen Tode. Als in Rom eine Pestepidemie wütete, infizierte sich Aloisius und starb mit 23 Jahren.Verehrung:Aloisius wurde in der Auferstehungskirche in Rom bestattet. Bald nach seinem Tod wurde er als Heiliger betrachtet, und seine sterblichen Überreste wurden in die Kirche Sant'Ignazio di Loyola in Campo Marzio in Rom überführt, wo sie nun in einer Urne aus Lapislazuli in der Lanzelotti-Kapelle ruhen. Sein Haupt wurde später in die Aloisius-Basilika in Castiglione delle Stiviere überführt. Er wurde nur 14 Jahre nach seinem Tod am 19. Oktober 1605 durch Papst Paul V. selig gesprochen. Am 31. Dezember 1726 wurde er zusammen mit einem weiteren Jesuiten-Novizen, Stanislaus Kostka, durch Papst Benedikt XIII. heilig gesprochen. Derselbe Papst erklärte ihn im Jahre 1729 zum Schutzheiligen für junge Studenten. Im Jahre 1926 wurde er von Pius XI. zum Schutzheiligen der christlichen Jugend erklärt. Wegen der Art seines Todes wurde er immer als Schutzheiliger der Pestopfer betrachtet. In jüngster Zeit fühlten viele es angebracht, dieses auf die AIDS-Opfer auszudehnen. Er wird auch bei Augenleiden und bei sexuellen Anfechtungen angerufen. Der hl. Aloisius ist auch Schutzpatron der Stadt Mantua.In der Kunst wird er als junger Mann in einer schwarzen Soutane und weißem Kragen oder als Page dargestellt. Seine Attribute sind eine Lilie, anspielend auf seine Keuschheit, ein Kreuz, anspielend auf Frömmigkeit und Opfer, ein Schädel, anspielend auf seinen frühen Tod und ein Rosenkranz, der auf seine Hingabe zur Jungfrau Maria hinweist.

Gedenktag: 21. Juni

 

St. Bernhard von Clairvaux - 20. August.

Der Heilige Bernhard von Clairvaux(* um 1090 auf Burg Fontaine-lès-Dijon bei Dijon; † 20. August 1153 in Clairvaux bei Troyes; franz. Bernard) war ein mittelalterlicher Abt, Kreuzzugsprediger und Mystiker. Er war einer der bedeutendsten Mönche des Zisterzienserordens, für dessen Ausbreitung über ganz Europa er verantwortlich zeichnet. Leben und Wirken:Bernhard war der dritte Sohn des Ritters Tescelin le Roux (der Rotblonde) und seiner Frau Aleth von Montbard. Seine Geschwister waren Guido, Gerhard, Andreas, Bartholomäus, Nivard und Humbelina. Seine Schulbildung erhielt er in Châtillon-sur-Seine.1113 trat Bernhard mit ca. 30 Verwandten und Freunden in das 1098 neu gegründete Kloster Cîteaux (von dem sich der Name der Zisterzienser ableitet: frz. Cîteaux, lat. Cistercium, dt. Zisterze) südlich von Dijon ein, von wo er bereits zwei Jahre später ausgesandt wurde, um in der westlichen Champagne das Kloster Clairvaux zu gründen (1115), dessen erster Abt er wurde. Von dieser Primarabtei des Zisterzienserordens ging eine Erneuerung sowohl des klösterlichen Gemeinschaftslebens als auch der klösterlichen Baukunst aus. Der Zisterzienserorden war damals als strengere Alternative zum Benediktinerorden gedacht. In den Klöstern der Zisterzienser wurden die Klosterregeln des Heiligen Benedikt von Nursia (Regula Benedicti) entschieden asketisch ausgelegt. Wegen dieser entscheidenden Impulse und aufgrund seiner Bedeutung als Kirchenlehrer wird Bernhard von den Zisterziensern neben den drei Gründervätern des Ordens (Robert von Molesme, Alberich von Cîteaux und Stephan Harding) als größter Ordensheiliger verehrt. Unter Ausnutzung seines diplomatischen Geschicks und seiner Redekunst arbeitete er im Auftrag von Papst Eugen III. erfolgreich am Zustandekommen des zweiten Kreuzzuges (1147 bis 1149). Zu Weihnachten 1146 erreichte Bernhard in Speyer, dass sich der deutsche König Konrad III. sowie dessen welfischer Gegenspieler Welf VI. zur Teilnahme am Kreuzzug bereiterklärten. In seiner "Lobrede auf die Tempelritter" (Ad milites Templi - De laude novae militiae) verdammt er das weltliche Rittertum als verderblich und plädiert für Mönche als Krieger und die Verbindung von Mönchtum mit dem Rittertum (Tempelritter). Nur Krieger im Namen des Christentums seien ehrenwerte Krieger, so Bernhard. Mit seinen Predigten entfachte er in ganz Europa einen Sturm der Begeisterung für die Kreuzzüge. Er warb für sie im nördlichen Frankreich, in Flandern und in der Rheingegend. Er sah das ritterliche Ideal der Kreuzzüge, das Sterben für den Herrn, als höchsten Verdienst. Entschieden trat er für die in der Kirche umstrittenen "bewaffneten Mönche" ein, die Tempelritter. In seinem Brief an diesen Ritterorden gibt er eine theologische Rechtfertigung religiös motivierter Waffenhandlungen und warnt sie gleichzeitig vor Ausschweifungen und Lastern im Kriegsdienst. [1] Niemals verwand er das Scheitern dieses Kreuzzuges. Nach der Niederlage der Kreuzfahrer geriet Bernhard in die Kritik. Andererseits war sein Einfluss mit der Wahl seines ehemaligen Schülers als Papst Eugen III. im Jahre 1145 noch einmal gestärkt worden. Auf Eugens Wunsch hin verfasste er in den Jahren 1149 bis 1153 als Summe seines geistigen Lebenswerks die fünf Bücher "De consideratione ad Eugenium Papam" (Was ein Papst erwägen muss). Als vor dem zweiten Kreuzzug sein Ordensbruder Radulf im Rheinland zur Zwangstaufe und Ermordung von Juden aufrief, wandte sich der von den Erzbischöfen zur Hilfe gerufene Bernhard vehement gegen diese Forderungen. Nach seiner Meinung war den Juden vorbestimmt, erst kurz vor dem Jüngsten Gericht zum Christentum überzutreten. Im Gegensatz dazu war die Bekehrung von Heiden und Anhängern des Islam sein Anliegen. Er bekämpfte die Lehren des Petrus Abaelardus als Irrlehren und stützte sich theologisch vor allem auf die Prädestinationslehre des Augustinus.Nachleben:Bernhards Nachfolger im Amt des Abtes von Clairvaux war Robert Gruthuysen. Bernhard von Clairvaux wurde im Jahre 1174 heiliggesprochen; sein Gedenktag ist der 20. August. Er ist unter anderem der Patron der Imker und der Barkeeper. Im Jahr 1830 wurde er zum Kirchenlehrer ernannt. In Dantes Göttlicher Komödie spielt Bernhard von Clairvaux eine wichtige Rolle. Dort führt er Dante auf einem Teil seiner Reise durch das himmlische Paradies. Größte Wertschätzung erfuhr Bernhard von Clairvaux später sogar von Martin Luther, der von ihm sagte: "Ist jemals ein gottesfürchtiger und frommer Mönch gewesen, so war's St. Bernhard, den ich allein viel höher halte als alle Mönche und Pfaffen auf dem ganzen Erdboden." Papst Pius XII. widmete dem Heiligen am 24. Mai 1953, zu dessen 800. Todestag, die Enzyklika Doctor mellifluus. Seit über 250 Jahren findet (mit einer von 1806 bis 1880 als Folge der Aufklärung andauernden Unterbrechung) alljährlich am 20. August, dem Namenstag von Bernhard von Clairvaux, eine Wallfahrt auf den Bernhardusberg bei Weiler in den Bergen statt, die jedes Jahr zahlreiche Pilger auf den 778 m hohen Berg am Rande der Schwäbischen Alb führt.[2] Neben jährlich wechselnden Zelebranten und Festrednern (in der Regel Priester und Ordensleute, aber auch Bischöfe der Diözese Rottenburg-Stuttgart) feierte im Jahr 2008 Kardinal Walter Kasper mit über fünftausend Pilgern den Gottesdienst

Gedenktag: 20. August.

 

St. Cäcilia - 22. November

Die heilige Cäcilia (* um 200 n. Chr. in Rom; † um 230 in Rom) ist eine christliche Heilige Jungfrau und Märtyrin der Kirche. Sie ist die Patronin der Kirchenmusik. Ihre Attribute sind die Orgel oder die Geige, das Schwert (als Attribut des Martyriums) und die Rose.Legende:Der Überlieferung nach versprach sich die Jungfrau Cäcilia dem Herrn. Ihre Eltern verheirateten sie jedoch mit dem heidnischen Jüngling Valerianus, mit dem sie dann aber eine Josephsehe führte. Cäcilia bekehrte ihren Mann Valerianus und dessen Bruder zum Christentum. Wegen ihres Glaubens beteiligten sich diese an der verbotenen Bestattung hingerichteter Christen und wurden daraufhin selbst ins Gefängnis geworfen und hingerichtet. Bei der Verfolgung der Angehörigen der Hingerichteten fand man Cäcilia, die ihre Dienerschaft bekehrte, bevor man sie in kochendes Wasser tauchen ließ, das ihr allerdings nichts anhaben konnte. Als der Henker daraufhin versuchte, sie zu enthaupten, gelang es ihm nicht, der Heiligen den Kopf abzutrennen. Sie lebte noch drei Tage lang und verteilte ihre Reichtümer unter den Armen.Verbindung mit Kirchenmusik:Die angenommene Verbindung der hl. Cäcilia zur Kirchenmusik, insbesondere zum Stundengebet und zum Orgelspiel, die in der christlichen Ikonographie eine große Rolle spielt, geht vermutlich auf einen Übersetzungsfehler zurück.Am Gedenktag der Heiligen heißt es im Stundengebet in der Antiphon zum Magnificat "Die Jungfrau Cäcilia trug die frohe Botschaft allezeit in ihrem Herzen. Tag und Nacht ließ sie nicht ab von geistlichen Gesprächen und vom Gebet."

Gedenktag: 22. November

 

St. Emmeram - 22. September

Hl. Emmeram Bischof von Regensburg, Glaubensbote in Bayern, Märtyrer - 22. September Gemeinsam mit Rupert von Salzburg und Korbinian von Freising zählt Emmeram zu den großen Missions- und Wanderbischöfen des 7. und frühen 8. Jahrhunderts im frühmittelalterlichen Bayern. Die berühmte Beschreibung Bayerns in der Vita Emmerams durch Arbeo führt dem Leser ein bereits weitgehend christianisiertes Land vor Augen. Die erste, vom Kloster Luxeuil ausgehende Missionierungswelle im frühen 7. Jahrhundert scheint die weltliche Führungsschicht weitgehend erfasst zu haben. Mit dem Auftreten Emmerams beginnt der zweite Abschnitt der Christianisierung Bayerns, der durch Bemühungen um die Stärkung des neuen Glaubens gekennzeichnet ist und mit der Bistumsorganisation durch Bonifatius 739 seinen Abschluss fand.Gefördert wurde diese Entwicklung durch die Agilolfinger, die seit ihrer ersten Nennung im sechsten Jahrhundert als christlich anzusprechende bayerische Herzogsfamilie. Gleichzeitig beginnt das Land selbst zu sprechen; erste schriftliche Zeugnisse entstanden in Bayern, den Anfang bildete dabei um 770 die Lebensbeschreibung Emmerams durch seinen Hagiographen Arbeo.In der Hälfte des 7. Jahrhunderts - nähere Aussagen sind aufgrund der vagen Angaben Arbeos kaum möglich - begab sich Emmeram, zuvor Bischof von Poitiers in Aquitanien (Südfrankreich) auf Missionsreise zu den noch heidnischen Awaren, konnte bei einem Aufenthalt am bayerischen Herzogshof in Regensburg jedoch von Herzog Theodo von der Weiterreise mit dem Hinweis auf die unsicheren, kriegerischen Zustände im Osten abgehalten werden. Auf Einladung Theodos verwarf Emmeram daraufhin seine ursprünglichen Pläne und widmete sich der Stärkung des Christentums in Regensburg und im weiteren Umland; Näheres über das missionarische Wirken Emmerams nennt Arbeo allerdings nicht. Etwa drei Jahre nach seiner Ankunft in Regensburg vertraute sich Uta, die Tochter des Herzogs, Emmeram an; ihre heimliche Liaison mit dem Sohn eines herzoglichen Richters war nicht ohne Folgen geblieben und nun fürchteten beide den Zorn Theodos ob der ungewollten Schwangerschaft. Emmeram riet, ihn selbst als Vater des ungeborenen Kindes anzugeben, um die zwei Liebenden vor der Strafe des Herzogs zu schützen. Er selbst wollte eine Reise nach Rom antreten, sich vor dem Papst für den vermeintlichen Fehltritt verantworten und nach seiner Rückkehr auch vor dem Herzog den wahren Sachverhalt aufklären. Bereits kurz nach seiner Abreise eröffnete Uta ihrem Vater die mit Emmeram vereinbarte Geschichte; um die Ehre seiner Schwester zu retten, setzte daraufhin der Herzogssohn Lantpert dem in seinen Augen flüchtenden Emmeram nach. Beim heutigen Kleinhelfendorf südöstlich von München stellte er den Bischof, ließ ihn auf eine Leiter binden und martern. Die Begleiter Emmerams versuchten zwar mit dem Schwerverletzten noch die herzogliche »villa publica« Aschheim zu erreichen, wenige Kilometer vor dem Ort jedoch erlag Emmeram seinen Verletzungen. Zunächst wurde er in der Aschheimer Kirche beigesetzt, ein vierzigtägiger Regen wurde der Legende nach allerdings als Wunsch Emmerams gedeutet, an seinem Wirkungsort bestattet zu werden. Theodo, der inzwischen die Wahrheit erfahren hatte, ließ den Leichnam nach Regensburg überführen und im Kloster St. Georg, dem späteren Kloster St. Emmeram, zur letzten Ruhe betten.Die freiwillige Übernahme fremder Schuld durch Emmeram als zentrale Aussage der Vita stellt den Heiligen als Blutzeugen seines Glaubens in unmittelbare Nachfolge Christi. Die Frage nach dem Motiv blieb dadurch aber bis heute weitgehend ungeklärt. Wiederholt wurde hinter dem Martertod Emmerams ein politischer Mord gesehen. Die eindeutig fränkische Tendenz der bayerischen Christianisierung könnte dem Franken Emmeram in Zeiten zunehmender bayerischer Eigenständigkeit zum Verhängnis geworden sein. Die Bluttat würde demnach in der Angst des bayerischen Herzogtums vor fränkischer Vorherrschaft begründet liegen. Die vorläufige Bestattung Emmerams im herzoglichen Aschheim, die wenig später von Theodo angeordnete Translation nach Regensburg und die von Arbeo geschilderte Verbannung Lantperts lassen den Mord allerdings eher als Tat einer antifränkischen Hofpartei um den Herzogssohn erscheinen. Auch die außerordentlich hohe Strafe auf Bischofsmord, die im bayerischen Gesetzbuch, der »Lex Baiuvariorum«, verankert war, ist in diesem Zusammenhang auch als »Lex Haimrammi« interpretiert worden.In jüngerer Zeit konnte die Wissenschaft die lange angezweifelte historische Authentizität Emmerams weitgehend bestätigen: eine anthropologische Analyse der in St. Emmeram verehrten Gebeine wies Spuren schwerer Misshandlungen nach und in Aschheim deuteten Archäologen einen leeren Grabschacht in der vermutlich ersten Kirche am Ort als vorübergehende Grablege des Heiligen.Michael VolpertGebet:Allmächtiger und barmherziger Gott, wie unser Herr Jesus Christus hat der heilige Bischof Emmeram fremde Schuld auf sich genommen und mit deiner Hilfe hat er die Qualen des Martyriums ausgehalten. Wir bitten dich:Lass auch uns unseren Mitmenschennicht gleichgültig gegenüberstehenund hilf uns gegen alle Angriffemit deinem mächtigen Schutz.Durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn.Brauchtum und Verehrung:Den Mittelpunkt der Verehrung bilden bis heute das Kloster St. Emmeram und der Marterort Kleinhelfendorf, der sich zu einem regional bedeutenden Wallfahrtsort entwickelt hatte. Im 9. Jahrhundert als ostfränkischer Stammesheiliger verehrt, erlebte der Emmeramskult während der Barockzeit nochmals eine kurzzeitige Blüte.Darstellung, Attribute, Patronate:Die ältesten Darstellungen aus dem Regensburger Raum zeigen Emmeram, bis heute Patron des Bistums Regensburg, in pontifikaler Messkleidung. Erst seit dem 15. Jahrhundert wurde die Darstellung als Bischof im Ornat, mit Bischofsstab und Mitra üblich, der als individuelles Attribut eine Leiter als Hinweis auf sein Martyrium mit sich führt.

 

St. Katharina - 29. April

Die heilige Katharina von Siena (* 25. März 1347 in Siena; † 29. April 1380 in Rom) war eine italienische Mystikerin, Jungfrau und Kirchenlehrerin. Leben:Katharina von Siena wurde 1347 als Caterina Benincasa als 23. Kind eines verarmten Adeligen, der sich als Wollfärber den Lebensunterhalt verdienen musste, geboren. Die meisten ihrer Geschwister starben früh an der Pest. In dieser schwierigen Zeit (siehe 14. Jahrhundert) wuchs Katharina ohne Ausbildung heran, etwas Lesen und Schreiben lernte sie erst viel später. Bereits als siebenjähriges Kind hatte sie ihre erste Vision: Sie sah über dem Dach der Dominikanerkirche Jesus Christus sowie die Apostel Petrus, Paulus und Johannes. Mit 12 sollte sie verheiratet werden, weigerte sich jedoch, da sie die jungfräuliche Ehelosigkeit um Christi willen gelobt hatte. Mit 16 Jahren trat sie gegen den Willen ihrer Eltern in den Dritten Orden der Dominikaner ein. Sie widmete sich intensiv dem Gebet, der Pflege von Kranken und der Armenfürsorge. Erst durch eine neuerliche Vision Christi trat sie aus ihrem zurückgezogenen Leben heraus. Sie ging hinaus zu den Menschen und äußerte sich neben kirchlichen Fragen auch zu politischen und gesellschaftlichen - für eine Frau in dieser Zeit äußerst ungewöhnlich und Aufsehen erregend. Dies mag auch der Grund sein, warum Katharina im Jahre 1374 vor das Generalkapitel des Dominikanerordens berufen wurde. Dokumente zu dieser Befragung existieren nicht mehr, die Forschung nimmt jedoch an, dass es bei dieser Untersuchung um den Vorwurf des Ketzertums ging. Sie muss für rechtgläubig erklärt und von dem möglichen Vorwurf der Ketzerei freigesprochen worden sein, ihr wurde jedoch der zu diesem Zeitpunkt bereits einflussreiche Dominikaner Raimund von Capua als Beichtvater zugeteilt. Er sollte sie ihr Leben lang als Berater und Dolmetscher begleiten, nach ihrem Tod verfasste er Katharinas Biographie "Legenda maior". Aus ihrem religiösen Verständnis heraus entfaltete sie auch eine politische Wirksamkeit. Sie hielt öffentliche Ansprachen und brachte dabei - wenn sie es gerade aufgrund ihrer Verbundenheit mit der Kirche für nötig hielt - auch scharfe Kritik an den kirchlich und politischen Verantwortlichen an. Bald verbreitete sich ihr Ruf in ganz Europa und Menschen aus allen Ländern fragten sie um Rat - darunter selbst der Papst, den sie ihrerseits nicht schonte, sondern ihn auch prophetisch zurechtwies. Auflehnung gegen die päpstliche Autorität war ihr jedoch fremd. So formulierte sie: "Und selbst wenn der Papst ein fleischgewordener Teufel wäre, statt eines gütigen Vaters, so müssten wir ihm dennoch gehorchen, nicht seiner Person wegen, sondern Gottes wegen. Denn Christus will, dass wir seinem Stellvertreter gehorchen." Am 1. April 1375 erfolgte vor einem Kreuz in Pisa ihre Stigmatisation: auf wunderbare Weise erschienen an ihrem Körper die Wundmale Jesu, die allerdings nur für Katharina selbst zu erkennen waren. 1376 reiste Katharina nach Avignon. Sie überzeugte Papst Gregor XI., nach Rom zurückzukehren. Ein Jahr später begann das große Schisma, wobei Katharina Papst Urban VI. unterstützte. Auf seinen Wunsch zog sie nach Rom. Von dort aus kämpfte sie für die Einheit der Kirche und für eine Friedenslösung im krisengeschüttelten Italien. Schwer krank starb Katharina mit erst 33 Jahren nahe der Kirche Santa Maria sopra Minerva in Rom, wo sie unter dem Hochaltar bestattet wurde. Ihr Haupt wurde nach Siena gebracht und befindet sich heute in der Kirche San Domenico. 1461 wurde Katharina heiliggesprochen und 1939 zur Schutzpatronin von Italien ernannt. 1970 erhob sie Papst Paul VI. zur Kirchenlehrerin; 1999 wurde sie von Johannes Paul II. zusammen mit Edith Stein und Birgitta von Schweden zur Patronin Europas erhoben. Gedenktag: 29. April

 

St. Magareta von Cor - 22. Februar

Die heilige Marareta von Cortona (* 1247 in Laviano; † 22. Februar 1297 in Cortona)Ordensfrau, Mystikerin. Weihte Ihr Leben Gott, nachdem ihr Geliebter, mit dem zusammen sie einen Sohn hatte, ermordet worden war.Führte strengstes Bußleben. Beitritt bei den Franziskaner-Terziarinnen in Cortona, Italien.Gründete in Cortona ein Hospital für Arme und Kranke und rief eine Genossenschaft von Schwestern des Dritten Ordens ins Leben.War mystisch hoch begnadet. Gestorben 22. Februar 1297 in Cortona. An der Stelle der Grabstätte in Cortona steht heute die Kirche Santuario di Santa Margherita.Wurde 1728 Heilig gesprochen.Darstellung:als Terziarin, mit Rosenkranz, Geißel, Strick, Totenschädel, Hund (er soll ihren ermordeten Geliebten gefunden haben)

Gedenktag: 22. Februar

 

Hl. Maria Goretti - 6. Juli

Maria Goretti (* 16. Oktober 1890 in Corinaldo, † 6. Juli 1902 ) ist eine der, dem Sterbealter nach, jüngsten Heiligen unserer Zeit. Ihre Heiligsprechung war eine der berühmtesten Kanonisationen Pius XII. und fand am 24. Juni 1950 in Anwesenheit ihrer Mutter statt.Patronat: Marianische Kongregation.Gedenktag: 6. Juli.Biografie:Maria Goretti wuchs als Älteste von sieben Kindern in ärmlichen Verhältnissen in Corinaldo in der Nähe von Ancona auf. Da die Eltern die Familie durch ihre kleine Landwirtschaft nicht mehr ernähren konnten, zogen sie schließlich nach Le Ferriere in die Nähe von Nettuno, wo der Vater ein Jahr danach an Malaria starb. Maria führte ein vorbildliches und äußerst frommes Leben, unterstütze die Mutter bei der Arbeit und sorgte sich um ihre jüngeren Geschwister. Auch um die Mitpächter Serenelli kümmerte sie sich. Der fast zwanzigjährige Sohn dieser Familie, Alessandro Serenelli, belästigte und bedrängte das Mädchen. Obwohl es mehrere Übergriffe gab, schwieg Maria ihrer Mutter gegenüber, um sie nicht noch mehr zu belasten. Schließlich verlor Alessandro am 5. Juli 1902 die Geduld und versuchte, gewalttätig zu werden. Das Mädchen wehrte sich heroisch und wurde durch 14 Messerstiche schwer verletzt. Ins Krankenhaus verbracht, starb sie einen Tag später. Auf dem Sterbebett verzieh Maria Goretti ihrem Mörder und versprach, für seine Bekehrung zu beten. Der Mörder Maria Gorettis wurde zu 30 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Jahre nach Marias Tod, während denen Alessandro keine Anzeichen von Reue zeigte, erschien ihm in einem Traum (oder einer Vision) die junge Märtyrerin und reichte ihm eine Blume. Dies war der Anlass für seine Bekehrung. Nach seiner frühzeitigen Entlassung aus der Zwangsarbeit, die ihm als Strafe auferlegt wurde, lebte er als Klostergärtner im Kapuzinerkloster Ascoli Piceno; er schloss sich auch dem 3. Orden an und führte ein Leben der Buße. Er starb 1970.Die Reliquien der heiligen Maria Goretti befinden sich in der Krypta der Kirche Madonna delle Grazie der Passionisten in Nettuno; auch in ihrem Geburtsort Corinaldo gibt es ein ihr geweihtes Heiligtum.Bei der Heiligsprechung Maria Gorettis am 24. Juni 1950 versammelten sich rund 500.000 Menschen. In seiner Ansprache hob Pius XII. hervor, dass das Mädchen wegen ihres Verzeihungsaktes gegenüber ihrem Mörder und aufgrund ihres bedingslosen Eintretens für die Tugend der Keuschheit zu verehren sei, ohne damit jedoch zu implizieren, dass sie in Sünde gefallen wäre, hätte sie sich nicht gewehrt.

Gedenktag: 6. Juli

 

Hl. Monika - 27. August

Die hl. Monika (a. Monnica , *332 in Thagaste in Numidien, † im Oktober 387 in Ostia) ist die Mutter des hl. Augustinus. Gedenkttag: 27. August
Patronat: Frauen, Mütter, für die Seelenrettung der KinderBiografie:Über das Leben der heiligen Monika wissen wir nur das, was ihr grosser Sohn Augustinus in seinen "Confessiones" von seiner Mutter berichtet hat. In Tagaste in Numidien, dem heutigen Souk-Ahras in Algerien, geboren verlebte Monika eine glückliche Kindheit im Hause ihrer Eltern, die fromme Christen waren. Bescheidener Wohlstand des elterlichen Hauses erlaubte es dem fröhlichen jungen Mädchen ein unbeschwertes Leben zu genießen sowie ein Studium der heiligen Schrift zu führen. Jedoch waren die Eltern darum besorgt, dass es den Verzicht auf Erlaubtes schon früh lernen sollte und gaben Monika eine strenge Erzieherin zur Seite. Die strenge Selbstdisziplin fiel dem zum Übermut neigenden Mädchen nicht leicht. Mit achtzehn Jahren wurde Monika mit einem römischen Beamten namens Patricius verheiratet, der Heide war. Patricius war viel älter als Monika und von schwierigem Charakter. Monika gelang es, seinem jähzornigen, aufbrausendem Temperament mit Klugheit zu begegnen. Ihren Bitten, doch das Christentum anzunehmen, begegnete er nur mit Hohn. Geduldig ertrug sie Demütigungen jeglicher Art und bemühte sich, den Frieden in ihrer Ehe aufrecht zu erhalten, obwohl ihr Mann sie sogar ganz offen betrog. Zu Hilfe kamen ihr nun ihre Frömmigkeit , ihr unerschütterlicher Glaube und die Erziehung ihrer Kindertage zu Opfer und Verzicht. Mit ihrer Liebenswürdigkeit gewann sie auch das Herz ihrer Schwiegermutter, die durch anfängliche Verleumdungen gegen sie eingenommen war, bald jedoch den hervorragenden Charakter ihrer Schwiegertochter schätzen lernte. Drei Kindern schenkte Monika das Leben: Navigius, Perpetua und am 13. November 354 im Ater von 22 Jahren Augustinus- das Kind ihres Herzens, das ein "Schmerzenskind" werden sollte. Mit ganzer Hingabe widmete sie sich nun der Erziehung ihrer Kinder, ihnen wollte sie den Weg zum Himmel öffnen. Die beiden älteren folgten dem Beispiel der Mutter auf dem Weg des Glaubens, nicht so der Jüngste. Überragend intelligent schien er eine glänzende Laufbahn vor sich zu haben und die Mutter verfolgte seinen Erfolg mit Stolz und Sorge. Schon bald nämlich erlag Augustinus, der das Temperament seines Vaters geerbt hatte, den Versuchungen der Grossstadt Karthago und die Mutter bereute bitterlich, dass sie die Taufe des Sohnes immer wieder aufgeschoben hatte. Ungeachtet des mütterlichen Flehens entfernte er sich immer weiter vom Glauben und führte ein unsittliches Leben fern vom Christentum. Dass Augustinus sich schliesslich der Sekte der Manichäer anschloss, brach Monika fast das Herz. Bisher hatte sie nachsichtig zu allen Charakterschwächen des Sohnes geschwiegen, für alles eine Entschuldigung gewusst. Dieser Schritt aber war für sie unannehmbar. Alle Tränen und Ermahnungen waren nutzlos und so verbot sie ihrem Sohn zeitweise das Haus, betrauerte ihn als gestorben. Als wollte Gott ihrer gequälten Seele Trost schenken, bekehrte sich fast zur selben Zeit- kurz vor seinem Tod- der Gatte Patricius zum Glauben an Christus . Den Schmerz über den verlorenen Sohn konnte die Freude über die Taufe des Gatten jedoch nicht von ihr nehmen und sie suchte Hilfe beim Bischof von Karthago. Dieser tröstete sie mit den Worten: "Ein Sohn solcher Tränen kann nicht verloren gehen". Seinen Einfluss konnte der Hirte jedoch nicht geltend machen, um Augustinus von seinem falschen Weg abzubringen. Die Zeit war noch nicht gekommen. Nach dem Tode ihres Gatten, setzte sich Monika über ihr selbst auferlegtes Verbot hinweg und zog zu ihrem Sohn, um ihm den Haushalt zu führen. Sie hatte es aufgegeben, ihn überzeugen zu wollen, richtete ihr Flehen aber jetzt umso inniger an Gott, ihren einzigen Trost. Noch so manchen Schmerz fügte dieser Sohn ihr zu, etwa als er sie hinterlistig täuschte und ohne sie nach Rom abreiste. Sie aber nahm diese neuerliche Demütigung hin, wollte sie doch seine Seele retten und folgte ihm nach Rom. Beharrlich im Gebet und Vertrauen auf Gott hielt sie an Augustinus` Seite aus, und durfte schliesslich nach dessen neunjähriger Irrfahrt seine Bekehrung und Taufe durch den heiligmässigen Bischof Ambrosius von Mailand erleben. Nun war alles Leid ihres mütterlichen Herzens ausgelöscht und sie sah ihre Aufgabe erfüllt. Noch mehr als nach der irdischen Heimat sehnte sie sich wohl nach der himmlischen. In einem der letzten Gespräche mit Augustinus sagte sie: "Mein Sohn…mich vermag in diesem Leben nichts mehr zu locken. Was ich hier noch zu tun habe, weshalb ich noch da bin, das weiss ich nicht; schon ist all mein Hoffen für diese Welt dahin. Nur eine einzige Aufgabe war es, derentwegen ich noch etwas auf dieser Welt zu weilen verlangte, dass ich Dich als katholischen Christen sehen könnte, ehe ich hinschied. Gott hat es mir gewährt in überreicher Fülle, dass ich dich nun als seinen Knecht erblicken darf, da du auf alles irdische Glück verzichtest. Was tue ich noch hier?" In Ostia, bei Rom, wollte sie das Schiff besteigen, das sie in ihre Heimat bringen sollte. Doch erkrankte sie an einem plötzlichen Fieber und ihren Söhnen, die beide bei ihr waren und sich Sorgen machten, dass sie fern der Heimat sterben könnte, sagte sie: "Begrabt diesen Leib, wo ihr wollt. Ihr sollt weiter keine Sorge damit haben; bloss darum will ich euch bitten, dass ihr am Altar des Herrn meiner gedenkt, wo ihr auch seid." Bald darauf starb Monika in Gegenwart des geliebten Sohnes, um den sie so gelitten hatte und wurde in Ostia beigesetzt. Wohl wissend was er seiner Mutter zu verdanken hatte, trauerte Augustinus herzlich um sie:"Am neunten Tage ihrer Krankheit, im sechsundfünfzigsten Jahre ihres Lebens, im dreiunddreißigsten Jahre meines Alters ward ihre gottselige und treue Seele vom Leibe erlöst. Ich drückte ihr die Augen zu, Trauer floss in meiner Brust zusammen und floss über in Tränen und meine Augen drängten die Tränen zurück in die Brust, bis sie trocken waren, und meine Seele litt Qualen bei solchem Kampf mit dem Schmerze…"so schreibt er in seinen "Bekenntnissen". Mit Worten der Dankbarkeit rühmt er das tugendhafte und gottesfürchtige Leben der Mutter und setzt ihr so ein bleibendes Denkmal, damit Monika ein Vorbild und eine Fürsprecherin für alle Mütter werde.Monikas Grab lag zunächst in Ostia in der Kirche St. Aurea. Seit 1430 nun liegt die Grabstätte in St. Agostino in Rom, der Ordenskirche der Augustiner .

Gedenktag: 27. August

 

St. Thomas Morus - 22. Juni

Thomas More (auch Thomas Morus , Sir Thomas ) (* 7. Februar 1477 oder 1478 in London, † 6. Juli 1535 in London), ist ein Märtyrer , Philosoph und Humanist.Sein Gedenktag ist am 22. Juni, dem Sterbetag seines Freundes, des hl. John Fisher. Im Jahr 2000 wurde er von Papst Johannes Paul II. zum Patron der Regierenden und Politiker ernannt.Biografie:Thomas More war Vater mehrerer Kinder. Er durchlief in Oxford eine Ausbildung als Rechtsanwalt und wurde 1504 Mitglied des britischen Parlaments. Sechs Jahre später erregte er die Aufmerksamkeit von Heinrich VIII, der ihn zunächst als Diplomat in seine Dienste nahm. Während dieser Zeit verfasste er sein Hauptwerk "Utopia". Nach seinem Ritterschlag schrieb er für Heinrich VIII eine Streitschrift, die sich gegen Martin Luther richtete. Zu dieser Zeit war der englische König noch katholisch und wurde unter anderem vom Papst mit dem Titel "Verteidiger des Glaubens" geehrt. 1529 wurde Thomas More Lordkanzler von England, ein Amt, das er jedoch drei Jahre später wieder niederlegte. In dieser Zeit versuchte Heinrich VIII die Anullierung seiner Ehe zu erreichen, was Rom ihm jedoch verweigerte. Als Reaktion setzte sich der König selbst an die Spitze der englischen Kirche und heiratete erneut. Thomas More richtete sich entschieden gegen den König und verurteilte dessen zügelloses Leben und die vielen Ehescheidungen. Das Parlament erließ zwei Gesetze, die zum einen verlangten, dass der Klerus sich auf den König vereidigen lasse, und zum anderen führten sie einen Eid ein, der die Legitimität der Kinder der neuen Ehe beinhaltete. Dieser "Act of Succession" musste von Personen abgelegt werden, die vorgeladen wurden. Thomas More verweigerte den Eid und wurde in den Tower geworfen, wo er am 6. Juli 1535 hingerichtet wurde.Die Seligsprechung von Thomas More erfolgte 1886, heilig gesprochen wurde er 1935. Angesichts seines Lebenslaufes galt die Heiligsprechung als ein Zeichen Roms gegen den Nationalsozialismus.

Gedenktag ist am 22. Juni

 

St. Nikolaus von der Flüe - 25. September

Niklaus von Flüe ( Bruder Klaus , * 1417 auf dem Flüeli bei Sachseln/Obwalden, † 21. März 1487 im Ranft) war ein Asket , Einsiedler und Mystiker . Er ist der Landespatron der Schweiz.Gedenktag: 25. September.Leben:Niklaus von Flüe hatte in seiner Ehe mit Dorothea Wyss zehn Kinder, fünf Söhne und fünf Töchter. Der Bergbauer wurde ein angesehener Ratsherr und Richter des Kantons Obwalden. Er gehörte aber noch nicht zu den führenden Männern des Landes. Politische Bedeutung erlangte er erst, nachdem er dem Ruf Gottes endgültig gefolgt war: Am 16. Oktober 1467 verliess, im Einverständnis mit seiner Frau Dorothea, Hof und Familie und begab sich auf eine Pilgerreise. Er zog über den Brünig und besuchte die Höhlen des hl. Beatus am Thunersee und anschliessend den damals bedeutenden Marienwallfahrtsort Büren an der Aare. Über den Oberen Hauenstein gelangte er schliesslich nach Waldensburg (bei Liestal, Kanton Basel-Land) und wurde dort durch verschiedene Zeichen dazu veranlasst, in seine Heimat zurückzukehren. Er kehrte aber nicht zu seiner Familie zurück, sondern übernachtete in einem Kuhstall in der Nähe seines Hauses. Am nächsten Tag zog er sich in den Wald im Melchtal zurück, wo ihn Jäger nach einigen Tagen entdeckten. Er baute aufgrund einer Vision in der Ranftschlucht eine Hütte aus Ästen, Holz und Laub, wo er als Einsiedler lebte. Im folgenden Jahr 1468 errichteten ihm seine Mitbürger, Freunde und Nachbarn eine Klause mit Kapelle.Eucharistiewunder:Bruder Klaus war einer der letzten Mystiker des Spätmittelalters, beeinflusst durch den Mystikerkreis im Kloster Engelberg . Während beinahe zwanzig Jahren nahm er keine andere Nahrung zu sich als die hl. Eucharistie, die er an Sonntagen in seiner Pfarrkirche empfing. Schon bald verbreitete sich die Kunde, dass Bruder Klaus ohne Nahrung lebe und viele Neugierige wurden angezogen. Dadurch alarmiert, liessen die weltlichen Behörden den Einsiedler während eines Monats durch Wächter sorgfältig beobachten, fanden aber keinen Betrug. Der Konstanzer Weihbischof Thomas weihte die Kapelle von Bruder Klaus am 27. April 1469 zu Ehren der Mutter Gottes , der Büsserin Maria Magdalena , des heiligen Kreuzes und der Zehntausend Ritter . Bei dieser Gelegenheit prüfte er die Nahrungslosigkeit des Eremiten, konnte aber weder Betrug noch Dämonie feststellen.

Gedenktag: 25. September

 

Hl. Schutzengel