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Heiliger Franz von Sales (Gedenktag 24. Januar)

Am 21. August 1567 wurde Franz von Sales als Sohn einer Landadelsfamilie auf Schloß Sales bei Annecy (Savoyen) geboren; er starb am 28. Dezember 1622 in Lyon.

Wie die ältesten Söhne aller adligen Familien, war auch er für eine militärische Laufbahn vorgesehen; er verspürte jedoch keine Berufung dafür, sondern eher für eine Verwaltungslaufbahn. Franz erhielt eine sorgfältige Erziehung. Dem Vater zuliebe studierte er Rechtswissenschaft und zusätzlich aus persönlicher Neigung Theologie.

 

Nach einer tiefgreifenden geistlichen Krise, die er in jungen Jahren durchzustehen hatte, fühlte er sich zu einem ganz anderen Leben berufen, das ausschließlich dem Dienst Gottes geweiht sein sollte.

 

1593 wurde Franz zum Priester geweiht, 1602 zum Bischof von Genf mit Sitz in Annecy, da Genf der Mittelpunkt der Calvinischen Reformation war. Seine Aufgabe als Priester und Bischof in dieser protestantischen Umgebung war äußerst schwierig. Sein Wirken war geprägt von apostolischem Eifer und von Güte.

 

1610 gründete er in Annecy, gemeinsam mit Johanna Franziska von Chantal den beschaulichen „Orden von der Heimsuchung Mariä“ (Salesianerinnen), dessen geistliche Leitung er bis zu seinem Tode inne hatte.

Nach den Religionskriegen 1562 ‑ 1598 hatte Frankreich einen religiösen Tiefstand erreicht. Dreiviertel der Pfarreien hatten keinen Pfarrer, fast die Hälfte der Diözesen keinen Bischof. Das religiöse Leben hatte sich in die Klöster zurückgezogen, in denen ebenfalls nicht alles zum Besten bestellt war.

 

Das Edikt von Nantes (1598) und die darin festgelegte Religionsfreiheit machte den Weg frei für eine religiöser Erneuerung. Aufgeschlossenen Frauen unterschiedlichsten Standes und Herkunft erschloss Franz von Sales eine Spiritualität, die es ihnen ermöglichte, auch in dieser  schwierigen Zeit ein christliches Leben zu verwirklichen, ohne dabei die  äußeren Lebensbedingungen ändern zu müssen. Ihm ging es um die Rückkehr zum Evangelium bei gleichzeitiger Erfüllung der Familien- und Alltagspflichten und unter Beibehaltung  der gesellschaftlichen und sozialen Bindungen.

 

Es wird oft angenommen, dass sich seine am Evangelium ausgerichtete Spiritualität nur an Frauen wendet. In Wirklichkeit spricht der Bischof von Genf jeden Menschen an, der auf Gott zugehen möchte: "... den Künstler, den Diener, den Fürsten, die Witwe oder die verheiratete Frau ..." (Philothea 1, 3).

 

 Diese "allgemeine Berufung zur Heiligkeit" ist das große Anliegen von Franz von Sales. Er wird nicht müde, daran zu erinnern, dass es unabdingbare Verpflichtung aller Christen ist, nach der ihren Lebensumständen gemäßen Heiligkeit zu streben. "Seid vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist" (Mt 5,48).