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Feier zur Errichtung unseres Pastoralverbundes Hl. Kunigunde - Kassel Ost
In Anwesenheit von HH Bischofsvikar Prof. Dr. Stanke fand am Sonntag, dem 4.2.2007 zur Errichtung des Pastoralverbundes ein feierlicher Vespergottesdienst statt, der von verschiedenen Gruppen aus den einzelnen Pfarreien mitgestaltet wurde.
In diesem Gottesdienst überreichte Herr Bischofvikar Dr. Stanke unserem Moderator Pfarrer Ewald Biedenbach, Oberkaufungen, das bischöfliche Errichtungsdekret des Pastoralverbundes.
In seiner Ansprache überbrachte unser Bischofsvikar Prof. Dr. Stanke die Glück- und Segenswünsche unseres Herrn Bischof Heinz-Josef Algermissen. Danach nahm er Bezug auf eine Aussage von Papst Johannes Paul II in seiner Enzyklika aus Anlass der Jahrtausendwende. Darin schreibt er, dass die Kirche "zum Haus und zur Schule der Gemeinschaft" werden muss. Dies entspreche sowohl den Erwartungen der Welt, als auch dem Plan Gottes. Der Papst spricht dann weiter von der "Spiritualität der Gemeinschaft". Damit greift er ein Hoffnungswort unserer Zeit auf, nämlich: "Solidarität". Sie wird gefordert im Hinblick auf das Zusammenleben innerhalb der Gesellschaft und auch zwischen den Völkern. "Das Gegeneinander zerstört. Das Nebeneinander genügt nicht. Das miteinander ist notwendig."
Von der Spiritualität der Gemeinschaft soll auch die Zusammenarbeit in den Pfarreien und im Pastoralverbund geprägt sein. Jede Pfarrei hat ihr eigenes Gesicht, dass geprägt ist durch Traditionen, besondere Aktionen und vor allem durch die Menschen, die in der Gemeinde gelebt haben und leben und für ihr Zusammenleben besondere Verantwortung tragen. Jede Gemeinde soll auch ihr eigenes Gesicht bewahren, aber die Gemeinden sollen einander ihr Gesicht zeigen, d. h. das wahrnehmen, was in den anderen Gemeinden lebendig ist, es schätzen und sich zur Zusammenarbeit gegenseitig bereichern.
Dann kam er auf die Patronin unseres Pastoralverbundes zu sprechen, die Heilige Kunigunde: Mich erinnert ihr Leben an die beiden Brennpunkte, um die sich das Leben aus dem Glauben konzentriert: Sie wurde in der jüngsten Vergangenheit manchmal so formuliert: Kampf und Kontemplation, Mystik und Politik, innerliches und öffentliches Leben als Christ. Im Leben der Heiligen Kunigunde zeigen sich diese Dimensionen in den beiden Phasen ihres Lebens: Sie steht zunächst im Blickpunkt der Öffentlichkeit als Königin und Kaiserin. Sie hat an dem politischen Wirken ihres Mannes wesentlichen Anteil. Sie hat ihn nicht nur aus dem Hintergrund unterstützt sondern mit Verantwortung getragen, ja nach dem Tod ihres Mannes war sie für einige Zeit Regentin des Reiches. Sie war eine tatkräftige Frau, die mit Weitblick und Energie ihre Verantwortung wahrgenommen hat.
Ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes hat sie sich in das Kloster Kaufungen zurückgezogen (1017) und lebte hier bis zu ihrem Tod (03.03.1033) als einfache Ordensfrau mitten unter den anderen Schwestern und lehnte es ab, Äbtissin zu werden.
Was sich im Leben der Heiligen Kunigunde als Nacheinander zeigt, ist aber in Wirklichkeint ein Ineinander: Als sie Kaiserin war, lebte und handelte sie auch aus dem Geist Jesu und der Verbundheit mit ihm, und als sie in der Ordensgemeinschaft lebte, hat sie in dieser Gemeinschaft auch ihre Verantwortung wahrgenommen und wirkte darüber hinaus auf die Menschen in ihrer Umgebung. Beides, das innere und das öffentliche Leben, gehören zusammen im Leben jedes Getauften, so wie Wurzel und Frucht. Ohne Wurzel kann keine Frucht reifen, und ohne Frucht verfehlt die Wurzel auch ihren Sinn.
Dann wünschte er dem Pastoralverbund, das es Orte gibt, wo die Menschen auftanken können für ihr geistliches Leben, Orte der Besinnung und der Einkehr, der Sammlung und des Gebetes. Und auch Orte, an denen man über die Verantwortung des Christen in der Gesellschaft nachdenkt und sich auch entsprechend engagiert.
Auf dem Bild sehen Sie von links Pfarrer Pater Heinz Rentmeister SDB, St. Johannes Bosco, Lohfelden, Pfarrer Pater Lucjian Zelewski, St. Andreas, Kassel, Prof. Dr. Stanke, Fulda und Pfarrer Pater Ulrich Herhoven, St. Kunigundis, Kassel.
Die Schola aus Lohfelden, mit ihrem Leiter Herbert Dietz, sangen im Wechsel mit den anwesenden Gemeindemitgliedern des Pastoralverbundes die Psalmen. Die Kindergruppe von Pater Weber aus St. Kunigundis sang mit Gitarrenbegleitung ein Lied über das Leben der Heiligen Kunigunde.
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Als äußeres Zeichen der Verbundheit werden die vier Pfarrverbundskerzen in den einzelnen Pfarrkirchen angezündet werden.
Maiandachten in St.Kunigundis
Jeden Dienstag um 17:30 Uhr





